AUDIOPATCH

User Guide — Effizientes Signal-Routing für Live Touring
v1 · User Guide
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1 · Einführung

AUDIOPATCH ist eine browserbasierte Planungs-App für das Signalrouting bei Live-Produktionen. Die App bildet den gesamten Signalfluss von der Bühne bis zum Pulteingang ab — inklusive Split, Multicore-Belegung, Digital-Snake-Routing und IEM/RF-Frequenzplanung.

Für wen?

RolleNutzen
System-TechnikerKomplettes Patching, Loom-Planung, Packliste, Split-Matrix
Monitor-EngineerSlave-Position mit Split-Kanälen, lokale I/O, IEM-Strecken
FOH-EngineerMaster-Position, Stagebox-Konfiguration, Output-Routing
ProduktionsleiterPDF-Export, Show-Vorbereitung, Hardware-Überblick

3-Schichten-Modell

🎤 Bühne (Stage Inputs)
Mics, DIs, Playback → Looms → Stageboxes
🔀 Verbindung (Split / Digital Snake)
Trafo-Split, gigaACE, Optocore, Dante, MADI, AES50...
🎛️ Positionen (FOH, MON, Recording...)
Konsole → Outputs → Wedges, IEM, PA, Sidefill

2 · Schnellstart

  1. App öffnen — Läuft direkt im Browser, keine Installation nötig
  2. Neues Projekt — Klick auf das AUDIOPATCH-Logo → „+ Neues Projekt"
  3. Template wählen — „Band 48 CH" für einen typischen Touring-Rider
  4. Hardware konfigurieren — ⚙ Setup → Konsole und Stageboxen auswählen
  5. Inputs patchen — Stage Inputs füllen sich automatisch aus der Stagebox
  6. Looms zuweisen — „🔗 Auto Loom Patch" verteilt Kanäle auf Multicore-Leitungen
  7. PDF exportieren — ⬇ Export → PDF für die Crew

4 · Projekt-Management

Neues Projekt anlegen

  1. Klick auf AUDIOPATCH-Logo in der Sidebar
  2. + Neues Projekt" → Name eingeben
  3. Template wählen:
    • Leer — Leeres Projekt
    • Band 24 CH — Standardbesetzung, 24 Split-Kanäle
    • Band 48 CH — Vollausbau mit Playback, UHF, Timecode
    • Festival — Wie 48 CH + zusätzliche MON2-Position

Projekt-Details

Im Projekte-Drawer unten: Name, Artist, Venue, Datum. Alle Felder erscheinen im PDF-Header.

Projekt duplizieren

Rechtsklick auf ein Projekt → „Duplizieren". Erstellt eine vollständige Kopie mit neuem Namen. Ideal für Tourneen: gleiches Setup, neues Venue.

5 · Hardware Setup

Öffne den Setup-Drawer (⚙) → Hardware Setup.

Konsole wählen

Jede Position hat eine eigene Konsole. Das Dropdown zeigt: Hersteller → Modell (In/Out + AES)

Unterstützte Hersteller: Allen & Heath, Avid, Behringer, DiGiCo, Lawo, Midas, Soundcraft, SSL, Waves, Yamaha — insgesamt 82 Konsolen in der Datenbank.

Die Konsole bestimmt:

Stageboxen konfigurieren

  1. Klick „+ Stagebox hinzufügen"
  2. Modell auswählen (gefiltert nach Konsolen-Kompatibilität)
  3. Bei modularen Stageboxen (z.B. DiGiCo SD-Rack): I/O-Karten konfigurieren
  4. Bei MixRacks (z.B. A&H DM64): I/O-Slots zuweisen (Dante, MADI, gigaACE)
⚠️

Die Stagebox bestimmt die maximale Kanalzahl der Position. Stage Inputs werden automatisch an die Stagebox-Größe angepasst.

Split Master festlegen

Der Split Master definiert die gemeinsame Stage-Input-Liste und hat die Preamp-Hoheit (Gain Master). Typisch: MON ist Split/Gain Master — der Monitor-Engineer kontrolliert die Preamps, da er konsistente Pegel für IEM braucht. FOH arbeitet als Slave mit Trim-Kompensation.

💡

Bei einem gigaACE-Setup (A&H dLive): Split Master = Position mit dem physischen Stage-MixRack. Slaves bekommen einen digitalen Mirror via gigaACE.

6 · Stage Inputs & Patching

Kanäle anlegen

Import List (Copy & Paste)

  1. Klick „📋 Import List"
  2. Kanalliste einfügen (eine Zeile pro Kanal)
  3. Format: Name oder Name <Tab> Mic <Tab> Info
  4. Modus: Überschreiben / Anhängen / Nur leere füllen
💡

Direkt aus Excel oder Google Sheets kopieren — Tab-Trennung wird automatisch erkannt.

Spalten der Input-Tabelle

SpalteBeschreibung
SplitZugewiesener Split-Kanal (oder Link CH bei Digital)
SB#Stagebox-Kanal (physischer Eingang)
InputSignalname (z.B. „Kick In", „Lead Vox")
Mic / DIMikrofon oder DI-Box (Autocomplete, 299 Einträge)
LoomMulticore-Leitung + Kanal (z.B. A:3)
PositionStage-Position (Drums, Bass, Keys, Guitar...)
StandStativ-Typ (Galgen, Clip, DI Floor...)
InfoFreitext-Notiz

Kontextmenü (Rechtsklick)

Stereo-Paare

  1. Shift+Klick auf zwei benachbarte Kanäle
  2. Rechtsklick → „Als Stereo-Paar deklarieren"
  3. 🔗 Symbol erscheint zwischen den Zeilen
  4. Auto Loom Patch hält Stereo-Paare im gleichen Loom
  5. IEM-Planung: Stereo-Paare in den Outputs werden bei „Auto-Generieren" im IEM/RF Tab automatisch als Stereo-IEM-Strecke erkannt und zusammengefasst

7 · Outputs & Monitor-Sends

SpalteBeschreibung
CHOutput-Kanalnummer
OutputSignal-Name (z.B. „Drums Wedge", „IEM Lead")
KategorieMonitor Wedge, IEM, PA Main, Sub, Sidefill, Drumfill, etc.
LoomMulticore-Zuweisung für den Rückweg
InfoFreitext
⚠️

Ein roter Badge (z.B. 12/8) zeigt an, dass mehr Outputs zugewiesen sind als die Stagebox physisch hat. Konfiguration prüfen!

8 · Local I/O & AES

Jede Konsole hat lokale Anschlüsse am Surface/Rack, separat verwaltet:

9 · Loom-System

Loom-Typen

TypBeispieleZweck
Stage LoomsA, B, C, D, E, F...Bühne → Split / Stagebox
MulticoreMC, MC2, MC3...Haupt-Multicore Stage → FOH
TielinesT.A, T.B, T.C...Verbindungen zwischen Racks

Farben (Widerstandsfarbcode)

LoomFarbeCode
A Schwarz1
B Braun2
C Rot3
D Orange4
E Gelb5
F Grün6
G Blau7
H Violett8

Auto Loom Patch

🔗 Auto Loom Patch" verteilt Kanäle automatisch nach konfigurierbaren Regeln:

Regeln konfigurierbar unter ⚙ Setup → App Setup → Auto-Loom Regeln.

ℹ️

Inputs und Outputs getrennt: Auto Loom Patch wird für Inputs und Outputs separat ausgeführt. Beide nutzen aber denselben Loom-Pool (A, B, C...) — die Zuweisung erfolgt über die Stage-Position. So landen z.B. Drums-Inputs und Drums-Outputs (Wedge, IEM) im gleichen Loom.

Loom Fill-Down

Klick auf den farbigen Punkt rechts unten in der Loom-Zelle, dann nach unten ziehen → füllt folgende Kanäle mit aufsteigenden Loom-Kanälen. AES-Kanäle werden übersprungen.

10 · Split-Konfiguration

Der Split definiert, wie Stage-Signale an mehrere Positionen verteilt werden.

Split-Typen

TypBeschreibungLatenz
Trafo SplitPassiver Analog-Split (Transformer-isoliert)0
Aktiv SplitAktiver Analog-Split mit Verstärkung0
gigaACEA&H proprietär, automatisches Routing52μs
OptocoreDiGiCo proprietär, Fiber<1ms
TWINLANeYamaha RIVAGE proprietär<1ms
dSnake/DXA&H SQ/Qu-Serie<1ms
AES50Midas/Behringer Digital Snake<1ms
MADI 64Custom Digital, BNC/EtherCon<1ms
MADI 128Custom Digital, Fiber<1ms
Dante/AES67IP-basiert, Custom Routing~1ms

Gainsharing

Bei digitalen Splits wird im Hardware Setup pro Verbindung ein Gainsharing-Modus festgelegt:

Der Gain Master wird pro Verbindung separat eingestellt. Bei typischen Touring-Setups ist MON der Gain Master, damit konsistente IEM-Pegel gewährleistet sind.

Slave-Position (v1)

Auf Slave-Positionen gelten besondere Regeln:

🔒

Daten-Isolation: Wird ein Split entfernt, werden die Kanaldaten auf Master und Slave sauber getrennt. Keine Daten-Kontamination zwischen den Positionen.

11 · Patch-Übersicht

Der Tab Patch zeigt alle Positionen nebeneinander: Split-Matrix, Loom-Zuordnung, Kanal-Status und Konflikte auf einen Blick.

Avantis CSV Export

Bei Allen & Heath Avantis: Direkter CSV-Export im Avantis Director Format. Import über File → Import CSV in der Director Software.

12 · Digital Patch & Verbindungen

Digitale Verbindungen zwischen Positionen (MADI, Dante, gigaACE, Optocore, AES50 etc.) werden über Digital Patch Tabs konfiguriert. Jede Verbindung hat einen eigenen Sub-Tab mit Protokoll und Kanalzahl.

Aufbau

Jeder Digital-Patch-Tab zeigt zwei Spalten:

SpalteBeschreibung
TX QUELLESende-Seite: TX-Label (Signalname), TX-Source (Quell-Dropdown)
→ SEND → [Position]Übertragung zum Partner (Kanal-Zuordnung)
← RECEIVE ← [Position]Empfangs-Seite: Eingehende Signale der Gegenseite (automatisch synchronisiert)

TX Auto-Patch

Der Button ↑ TX Auto-Patch befüllt die TX-Labels automatisch aus der Stage-Input-Liste:

  1. Stage-Inputs werden nach Loom-Buchstabe und Loom-Kanal sortiert
  2. TX-Kanäle 1–N werden der Reihe nach mit Signalnamen befüllt
  3. TX-Source wird automatisch auf den entsprechenden Stage-Input gesetzt
💡

Undo: TX Auto-Patch ist vollständig rückgängig machbar über Cmd/Ctrl + Z.

TX Source Dropdown

Jeder TX-Kanal hat ein Dropdown-Menü zur Verknüpfung mit einem Stage-Input. Das Dropdown zeigt:

RX Receive

Die rechte Spalte zeigt die eingehenden Signale der Gegenposition. Diese Daten werden automatisch synchronisiert — wenn z.B. MON TX-Labels definiert, erscheinen sie auf FOH als RX Receive.

Clear All

Löscht beide Richtungen (TX und RX) der digitalen Verbindung. Abgesichert durch Bestätigungsdialog. Ebenfalls undo-fähig.

RGB / RX Buttons

ButtonFarbeFunktion
+ R0/128 TXGrünTX-Kanäle anzeigen/reduzieren
+ R0/128 RXOrangeRX-Kanäle anzeigen/reduzieren
↑ TX Auto-PatchPosition-FarbeStage-Inputs → TX-Kanäle befüllen

13 · Recording / Interface-Positionen

Interface-Positionen (z.B. REC, Broadcast) sind Positionen ohne physische Stageboxen. Sie empfangen ihre Signale ausschließlich über digitale Verbindungen (MADI, Dante).

Besonderheiten

Typischer Aufbau

PositionKonsoleStageboxVerbindung
RECRME MADI— (keine)MADI 128ch ↔ MON
BroadcastDante-Interface— (keine)Dante 64ch ↔ FOH
💡

Interface-Positionen eignen sich ideal für Multitrack-Recording: Die Konsole am REC-Platz empfängt einen Mirror aller Stage-Inputs über die digitale Verbindung.

14 · Loom-Planer

Der Tab Loom zeigt alle Multicore-Belegungen sortiert nach Loom-Buchstabe:

15 · IEM / RF Planer

IEM-Strecken

Pro IEM-Strecke werden konfiguriert:

FeldBeschreibung
Namez.B. „Lead Vox", „Drums"
ModusStereo oder Mono
SenderRack-Transmitter (PSM 1000, SR 2050 IEM, MTK952...)
BodypackEmpfänger (P10R+, EK IEM G4, MPR52...)
FrequenzSende-Frequenz in MHz

UHF-Mikrofone

FeldBeschreibung
Namez.B. „Lead Vox HH"
KapselKapsel-Typ (KSM9, MMD 935, KK 204...)
EmpfängerRack-Receiver (AD4Q, EM 6000, DSQD...)
FrequenzEmpfangsfrequenz in MHz

Auto-Generierung

Auto-Generieren" erstellt IEM-Strecken automatisch aus den Monitor-Outputs. Stereo-Output-Paare werden als Stereo-IEM erkannt und zusammengefasst.

16 · Packliste

Der Tab Packliste generiert automatisch eine Equipment-Liste:

17 · Export & Import

PDF Export

  1. ⬇ Export → PDF exportieren
  2. Sektionen auswählen (Positionen, Patch, Loom, IEM/RF, Packliste, Notizen)
  3. Druck-Dialog öffnet sich → Als PDF drucken oder direkt ausdrucken

PDF enthält: AUDIOPATCH-Logo, Projektname, Artist, Datum + alle gewählten Sektionen.

Backup JSON

Exportiert das komplette Projekt als .json-Datei. Dateiname enthält Projektname, Artist und Datum. Importieren über „Backup laden".

Backup-Verbesserungen (v1)

⚠️

Regelmäßig Backup exportieren! Die App speichert im Browser-localStorage — bei Cache-Bereinigung oder Browser-Wechsel gehen Daten verloren.

18 · Workflow

Phase 1 — Advance (Büro)

#AktionWo
1Neues Projekt anlegen, Artist + Venue eintragenLogo → Neues Projekt
2FOH- und MON-Konsole + Stageboxen konfigurieren⚙ Setup
3Split-Typ festlegen + Split Master⚙ Setup
4Input-Liste aus Rider importieren (Copy & Paste)📋 Import List
5Mic/DI pro Kanal zuweisenMic/DI-Spalte
6Auto Loom Patch ausführen🔗 Auto Loom Patch
7Outputs anlegen (Wedges, IEM, PA, Sidefill)Outputs-Sektion
8Digital Patch konfigurieren (TX Auto-Patch)Digital Patch Tab
9IEM/RF Strecken konfigurierenIEM/RF Tab
10PDF exportieren und an Crew verteilen⬇ Export → PDF

19 · Tastaturkürzel & Tipps

KürzelAktion
Cmd/Ctrl + SSpeichern
Cmd/Ctrl + ZUndo (inkl. TX Auto-Patch, Clear All, Split-Änderungen)
Cmd/Ctrl + Shift + ZRedo
?Help-Modus ein/aus
Shift + KlickMehrfachauswahl (Stereo, Tauschen)
EnterEingabefeld bestätigen
💡

Spaltenbreiten anpassen: Im Digital Patch kannst du die Spaltentrennlinien im Tabellenkopf ziehen — die Breiten werden gespeichert.

💡

Schnelle Mic-Eingabe: Das Mic/DI-Feld hat Autocomplete. Tippe „SM" und wähle aus 299 vordefinierten Mikrofonen und DI-Boxen.

💡

Drag & Drop: Kanäle per ⠇ Handle umsortieren. Reihenfolge wird sofort gespeichert.

20 · App Setup (Detail)

Öffne ⚙ Setup → App Setup. Alle Einstellungen sind pro Projekt gespeichert.

🎸 Stage-Positionen

Dropdown-Werte der Spalte Position in der Input-Tabelle. Standard: Drums, Percussion, Bass, Keys, Guitar, Brass, Strings, Vocals, Choir, DJ, Playback, FOH.

Steuert auch Auto Loom Patch: Kanäle mit gleicher Position landen im selben Loom.

🔊 Output-Kategorien

Dropdown für die Spalte Kategorie in der Output-Tabelle. Standard: Monitor Wedge, IEM, Sidefill, Drumfill, PA Main, PA Sub, PA Front Fill, PA Delay, Broadcast, Recording, Intercom.

Wird für Auto Loom Patch als Gruppierungsmerkmal für Outputs verwendet.

🎙 Stand-Typen

Dropdown für die Spalte Stand. Standard: Großes Stativ, Galgen, Tischstativ, Clip, Overhead, DI Floor, DI Rack.

📋 Tabellen-Spalten

Standard-Spalten einzeln ein-/ausblenden:

Input-TabelleOutput-Tabelle
🎤 Mikrofon🔌 Typ
📍 Position🏷 Kategorie
🎙 Stativ📍 Position
📝 Info📝 Info

Eigene Spalten

Für Inputs und Outputs getrennt eigene Spalten hinzufügen. Beispiele:

⚡ Auto-Loom Regeln

CheckboxWirkung
🎸 Nach Stage-Position gruppierenKanäle mit gleicher Position landen im selben Loom
🔗 Stereo-Paare zusammenhaltenStereo-Paare werden nie auf verschiedene Looms aufgeteilt
🔒 Bestehende behaltenNur Kanäle ohne Loom-Zuweisung werden befüllt
↑ Von oben füllenLooms ab CH 1 aufwärts füllen
🔊 Outputs nach KategorieOutputs nach Kategorie gruppieren (IEM zusammen, Wedge zusammen)

🔗 Loom Einstellungen

Stage Looms (A, B, C...)

Multicore (MC, MC2...)

Tieline / Verbindungslooms (T.A, T.B...)

⚠️

Standard CH/Loom Anwenden setzt ALLE Stage-Looms auf die neue Kanalzahl und löscht Auto-Loom-Zuweisungen. Multicore und Tielines bleiben unberührt.

21 · Hardware-Szenarien

A&H dLive (gigaACE Split)

PositionKonsoleStageboxSplit
FOHdLive S5000DM64 (gigaACE → Stage DM48)gigaACE
MON 👑dLive S7000DM48 (Stage)gigaACE

Split Master = MON (physisches Stage-MixRack). FOH bekommt Spiegel via gigaACE. MON = Preamp Master.

DiGiCo SD-Serie (Optocore Split)

PositionKonsoleStageboxSplit
FOH 👑SD12SD-Rack (56in/56out)Optocore
MONSD12Optocore

Beide Pulte im gleichen Optocore-Ring. SD-Rack Slots: Input Cards (8×Mic/Line), Output Cards (8×Line).

Yamaha RIVAGE (TWINLANe Split)

PositionKonsoleStageboxSplit
FOH 👑RIVAGE PM5RPio622 (+ HY144-D)TWINLANe
MONRIVAGE PM3TWINLANe

MY-Erweiterungskarten im Setup unter Slot-Konfiguration zuweisen.

Midas M32 + Trafo-Split

PositionKonsoleStageboxSplit
FOH 👑M32DL32 (AES50)Trafo Split
MONM32RDL16 (AES50)Trafo Split

Externer Trafo-Splitter. Keine Gainsharing-Funktion bei Analog-Split.

Festival (3 Positionen)

PositionKonsoleStageboxSplit
FOH 👑dLive C3500DM48Trafo Split
MONSD12SD-RackTrafo Split
BroadcastQu-32Trafo Split

3-Wege Trafo-Split. Jede Position hat eigene Konsole + Stageboxen. Gemeinsame Inputs über Split Master (FOH).

💡

Bei gemischten Herstellern: Trafo Split oder Dante/MADI verwenden. Proprietäre Protokolle (gigaACE, Optocore) nur innerhalb desselben Ökosystems.

22 · Erweiterte Funktionen

Drag & Drop

Jede Zeile: ⠇ Handle greifen → nach oben/unten ziehen → loslassen. SB# wird automatisch neu nummeriert.

Auto Split 1:1

Toolbar-Button. Weist Split-Kanäle zu: CH1→Split1, CH2→Split2 usw. Bei Slave-Positionen zeigt das Dropdown die verfügbaren Master-Kanäle.

📝 Notes Tab

Freies Textfeld — Crew-Briefing, Checklisten, Änderungshinweise. Wird im PDF mit exportiert.

🕐 History Tab

Automatisches Changelog aller Änderungen mit Zeitstempel.

Hersteller-Info (ℹ️ Drawer)

Pill-Buttons pro Hersteller. Jede Seite: Netzwerk-Protokoll, Stageboxen, Setup-Beispiel in AUDIOPATCH-Notation.

Hilfe-Suche (❓ Hilfe)

Im Info-Drawer, Volltext-Suche über 20+ Hilfe-Artikel. Kategorien: Navigation, Setup, Patch & Loom, Inputs & Outputs, IEM/RF, Export, Shortcuts.

Datenspeicherung

⚠️

Vor jedem Browser-Update und nach jeder Show: Backup JSON exportieren. localStorage kann bei Cache-Bereinigung verloren gehen.

23 · Technisches Glossar

BegriffErklärung
AES/EBUDigitales Audio-Format (2 Kanäle pro XLR, 110Ω symmetrisch)
AES50Digitales Audio-Netzwerk (Midas/Behringer). 48ch bidirektional pro CAT5e
BodypackTaschenempfänger für IEM, am Gürtel des Musikers getragen
DanteIP-basiertes Audio-Netzwerk (Audinate). Bis 512ch über Gigabit Ethernet
DI-BoxDirect Injection — wandelt unsymmetrische Line- in symmetrische Mic-Signale
DrumfillMonitor-Lautsprecher hinter dem Schlagzeug
FOHFront of House — Mischpult-Position im Publikumsbereich
GainsharingDigitaler Split mit gemeinsamer Preamp-Stufe und individueller Trim-Kompensation
gigaACEAllen & Heath proprietäres Audio-Netzwerk (128ch, 52μs, EtherCon)
IEMIn-Ear-Monitoring — kabelloses Monitoring über Ohrhörer
LoomPhysisches Multicore-Kabel, das mehrere Signale bündelt (z.B. 8× XLR → Sub-D)
MADIMultichannel Audio Digital Interface (64/128ch über BNC oder Fiber)
MixRackExterne Preamp/Converter-Einheit, über Netzwerk mit der Konsole verbunden
MONMonitor — Mischpult-Position auf der Bühne (Seitenbühne)
MulticoreHauptverbindung zwischen Bühne und FOH (oft >24 Kanäle)
MY-SlotYamaha Expansion Slot für optionale I/O-Karten (Dante, MADI, AES)
OptocoreDiGiCo proprietäres Audio-Netzwerk (Fiber, bis 128ch, <1ms)
Phantom48V Phantomspeisung für Kondensator-Mikrofone
PreampVorverstärker — wandelt schwache Mic-Signale auf Line-Pegel
RiderTechnische Anforderungsliste einer Band/eines Künstlers
SidefillBühnenlautsprecher an den Seiten für Monitoring ohne IEM
SplitSignal-Verteilung: Ein Eingang → mehrere Mischpulte
StageboxRemote-I/O-Einheit auf der Bühne (Multicore oder Digital-Snake)
Sub-DMultipin-Steckverbinder für analoge Multicore (25-pol = 8ch)
TielineDirekte Kabelverbindung zwischen zwei Racks
TrimFeinabstimmung des Signalpegels nach dem Preamp (±20dB)
TWINLANeYamaha RIVAGE proprietäres Audio-Netzwerk (Fiber, 128ch)
UHFUltra High Frequency — Frequenzbereich für Funk (470–960 MHz)
WedgeBühnenlautsprecher als Bodenmonitor (Keilform)