AUDIOPATCH
Tipps, Fragen, Setups und Feedback mit anderen Engineers teilen. Der Entwickler ist aktiv dabei!
Tutorial-Videos, Workflow-Demos und neue Features erklärt — direkt vom Entwickler.
1 · Einführung
AUDIOPATCH ist eine browserbasierte Planungs-App für das Signalrouting bei Live-Produktionen. Die App bildet den gesamten Signalfluss von der Bühne bis zum Pulteingang ab — inklusive Split, Multicore-Belegung, Digital-Snake-Routing und IEM/RF-Frequenzplanung.
Für wen?
| Rolle | Nutzen |
|---|---|
| System-Techniker | Komplettes Patching, Loom-Planung, Packliste, Split-Matrix |
| Monitor-Engineer | Slave-Position mit Split-Kanälen, lokale I/O, IEM-Strecken |
| FOH-Engineer | Master-Position, Stagebox-Konfiguration, Output-Routing |
| Produktionsleiter | PDF-Export, Show-Vorbereitung, Hardware-Überblick |
3-Schichten-Modell
Empfohlener Browser: Google Chrome. AUDIOPATCH funktioniert in allen modernen Browsern, wurde aber primär für Chrome entwickelt und getestet. Safari kann gelegentlich Caching-Probleme oder Darstellungsfehler bei Dropdown-Menüs verursachen. Für das beste Erlebnis empfehlen wir Google Chrome, Microsoft Edge oder Brave.
2 · Schnellstart
- App öffnen — Läuft direkt im Browser, keine Installation nötig
- Neues Projekt — Klick auf das AUDIOPATCH-Logo → „+ Neues Projekt"
- Template wählen — „Band 48 CH" für einen typischen Touring-Rider
- Hardware konfigurieren — Setup → Konsole und Stageboxen auswählen
- Inputs patchen — Stage Inputs füllen sich automatisch aus der Stagebox
- Looms zuweisen — „Auto Loom Patch" verteilt Kanäle auf Multicore-Leitungen
- PDF exportieren — Export → PDF für die Crew
App installieren (PWA)
AUDIOPATCH ist eine Progressive Web App (PWA) — du kannst sie wie eine native App auf deinem Gerät installieren, ohne einen App Store zu besuchen. Die App läuft dann im eigenen Fenster ohne Browser-Leiste.
Daten bleiben lokal: Alle Projekte werden im Browser-Speicher gespeichert — auch nach der Installation. Erstelle regelmäßig Export-Backups (JSON)!
iOS / iPadOS (Safari)
- audiopatch.net in Safari öffnen
- Teilen-Symbol ⎋ (untere Leiste) tippen
- „Zum Home-Bildschirm" wählen
- Namen bestätigen → „Hinzufügen"
Die App erscheint als Icon auf dem Home-Screen und öffnet sich ohne Safari-Leiste im Vollbild.
Android (Chrome / Samsung Browser)
- audiopatch.net in Chrome öffnen
- Menü ⋮ (oben rechts) tippen
- „App installieren" oder „Zum Startbildschirm hinzufügen" wählen
- Bestätigen
Alternativ erscheint automatisch ein Installations-Banner am unteren Bildschirmrand.
Desktop (Chrome / Edge / Brave)
- audiopatch.net im Browser öffnen
- Installations-Icon ⊕ in der Adressleiste klicken (rechts neben der URL)
- „Installieren" bestätigen
AUDIOPATCH öffnet sich dann als eigenes Fenster — unabhängig vom Browser, mit eigenem Icon im Dock / Taskbar.
Was bringt die Installation?
| Vorteil | Beschreibung |
|---|---|
| Standalone-Fenster | Kein Browser-Chrome, volle Bildschirmfläche für die App |
| Icon im Dock / Desktop | Schnellzugriff wie eine native App |
| Offline-Nutzung | App-Shell lädt nach dem ersten Besuch auch ohne Netz |
| Kein Update nötig | Updates kommen automatisch beim nächsten Laden |
Firefox: PWA-Installation wird von Firefox Desktop aktuell nicht unterstützt. Bitte Chrome, Edge oder Safari verwenden.
4 · Projekt-Management
Neues Projekt anlegen
- Klick auf AUDIOPATCH-Logo in der Sidebar
- „+ Neues Projekt" → Name eingeben
- Template wählen:
- Leer — Leeres Projekt
- Band 24 CH — Standardbesetzung, 24 Split-Kanäle
- Band 48 CH — Vollausbau mit Playback, UHF, Timecode
- Festival — Wie 48 CH, jedoch mit "Stage Master" (Splitter), FOH und MON Position. Der Master Patch steuert zentral alle Signale und Looms.
Projekt-Details
Im Projekte-Drawer unten: Name, Artist, Venue, Datum. Alle Felder erscheinen im PDF-Header.
Projekt duplizieren
Rechtsklick auf ein Projekt → „Duplizieren". Erstellt eine vollständige Kopie mit neuem Namen. Ideal für Tourneen: gleiches Setup, neues Venue.
5 · Hardware Setup
Öffne den Setup-Drawer () → Hardware Setup.
Konsole wählen
Jede Position hat eine eigene Konsole. Das Dropdown zeigt: Hersteller → Modell (In/Out + AES)
Unterstützte Hersteller: Allen & Heath, Avid, Behringer, DiGiCo, Lawo, Midas, Soundcraft, SSL, Waves, Yamaha — insgesamt 82 Konsolen in der Datenbank.
Die Konsole bestimmt:
- Anzahl Local Analog In/Out (fest verbaut am Surface)
- Anzahl Local AES In/Out (fest verbaute AES-Buchsen)
- Expansion Slots (MY, DMI, D21m — je nach Hersteller)
Stageboxen konfigurieren
- Klick „+ Stagebox hinzufügen"
- Modell auswählen (gefiltert nach Konsolen-Kompatibilität)
- Stagebox austauschen: Du kannst den Typ einer bestehenden Stagebox jederzeit über das Dropdown unterhalb des Stagebox-Namens ändern. Ändert sich dabei die Kanalzahl, wirst du gefragt, ob die Kanaldaten der nachfolgenden Stageboxen an ihrem Platz beibehalten oder verschoben werden sollen.
- Bei modularen Stageboxen (z.B. DiGiCo SD-Rack): I/O-Karten konfigurieren
- Bei MixRacks (z.B. A&H DM64): I/O-Slots zuweisen (Dante, MADI, gigaACE)
Die Stagebox bestimmt die maximale Kanalzahl der Position. Stage Inputs werden automatisch an die Stagebox-Größe angepasst.
Split Master festlegen
Der Split Master definiert die gemeinsame Stage-Input-Liste und hat die Channel-Hoheit (Gain Master). Typisch: MON ist Split/Gain Master — der Monitor-Engineer kontrolliert die Preamps, da er konsistente Pegel für IEM braucht. FOH arbeitet als Slave mit Trim-Kompensation.
Bei einem gigaACE-Setup (A&H dLive): Split Master = Position mit dem physischen Stage-MixRack. Slaves bekommen einen digitalen Mirror via gigaACE.
Verbindungen (Connections)
Verbindungen zwischen Positionen definieren das Split-Protokoll (Analog, gigaACE, Optocore, MADI, Dante etc.) und die Kanalzahl. Jede Verbindung kann optional einen Namen erhalten (z.B. "Main Snake", "IEM Link") — der Name erscheint im Position-Header, im Connection-Wire, im PDF- und Excel-Export.
- Verbindung hinzufügen: Im HW-Setup unten: Quell-Position ↔ Ziel-Position wählen → „+ Verbindung"
- Name vergeben: Direkt im Connection-Card-Header — Textfeld zwischen den Position-Dropdowns
- Protokoll wählen: Analog / Digital / Gainsharing Tab → Protokoll-Button
6 · Stage Inputs & Patching
Kanäle anlegen
- Mit Stagebox: Kanäle werden automatisch aus der Stagebox-Größe erzeugt
- Ohne Stagebox: Manuell über „+ Hinzufügen" oder „Import List"
Smart Import (PDF, CSV & Paste)
Der Smart Import erlaubt es, komplette Input-/Output-Listen aus PDFs, Excel, Numbers, CSV oder Google Sheets direkt zu importieren. Die Spalten werden durch eine KI-ähnliche Heuristik extrem robust automatisch erkannt und zugeordnet.
- Klick „ Import" (verfügbar bei Stage Inputs, Outputs, Local In/Out, Slots, Band Import)
- File Import: Wähle direkt eine
.pdfoder.csvDatei aus – oder füge Daten einfach per Copy & Paste ein. - Automatische Spaltenerkennung: Name, Mic, Position, Loom, Stand, 48V, Info, Kategorie
- Dropdown pro Spalte zum Korrigieren — Swap-Logik: ein Feld neu zuweisen entfernt automatisch die alte Zuweisung
- Modus: Überschreiben / Nur leere Kanäle füllen
- Start ab CH: Import beginnt ab dem gewählten Kanal
Loom-Erkennung
Kombinierte Loom+Channel-Werte wie F-1, A.12, MC1-3 werden automatisch in Loom-Name und Kanal-Nummer aufgesplittet. Nur Looms die im Projekt existieren werden importiert.
Validierung
Werte für Loom, Position, Stand und Kategorie werden gegen die Projektdaten geprüft. Nicht vorhandene Werte werden rot markiert () und beim Import übersprungen. Eine Zusammenfassung erscheint direkt über dem Import-Button.
Erweiterte Erkennung & Auto-Setup
- Robuste Werte-Erkennung: 48V wird in über 30 Formaten erkannt (ja, yes, +48V, req, [x] etc.). Looms erkennen auch Präfixe (z.B. "Loom A:3", "Snake B-4").
- Sicherer Loom-Import: Nur explizit im Mapping-Panel zugeordnete oder neu hinzugefügte Looms werden importiert. Unbekannte (ignorierte) Looms verursachen keine ungewollten Zuordnungen.
- Auto-Enable Spalten: Spalten, die importiert werden (z.B. 48V, Stand, Kategorie), werden im Equipment Setup automatisch für die UI aktiviert.
Die PDF-Magie: Der Importer repariert selbst völlig zerschossene PDFs! Mehrzeilige Tabellenköpfe, verrutschte Leerzeichen oder abenteuerliche Schreibweisen (z.B. "Beta-91" vs "Beta 91") werden durch Fuzzy-Logic und X/Y-Koordinaten-Analyse automatisch geglättet.
Direkt aus Excel oder Google Sheets kopieren — Tab-Trennung wird automatisch erkannt. Header-Zeilen werden erkannt und als Spalten-Labels verwendet.
Spalten der Input-Tabelle
| Spalte | Beschreibung |
|---|---|
| Split | Zugewiesener Split-Kanal (oder Link CH bei Digital) |
| SB# | Stagebox-Kanal (physischer Eingang) |
| Input | Signalname (z.B. „Kick In", „Lead Vox") |
| Mic / DI | Mikrofon oder DI-Box (Autocomplete, 300 Einträge) |
| Loom | Multicore-Leitung + Kanal (z.B. A:3) |
| Position | Stage-Position (Drums, Bass, Keys, Guitar...) |
| Stand | Stativ-Typ (Galgen, Clip, DI Floor...) |
| Info | Freitext-Notiz |
| 48V | Phantomspeisung an/aus (roter Dot = aktiv). Spalte ein-/ausschaltbar im Equipment Setup. |
Kontextmenü (Rechtsklick)
- Duplizieren — Erstellt eine Kopie unter dem Kanal
- Tauschen — Zwei Kanäle tauschen (Shift+Klick auf zweiten Kanal)
- Leeren — Kanal-Name und Mic löschen
- Löschen — Kanal entfernen
Stereo-Paare
- Shift+Klick auf zwei benachbarte Kanäle
- Rechtsklick → „Als Stereo-Paar deklarieren"
- Symbol erscheint zwischen den Zeilen
- Auto Loom Patch hält Stereo-Paare im gleichen Loom
- IEM-Planung: Stereo-Paare in den Outputs werden bei „Auto-Generieren" im IEM/RF Tab automatisch als Stereo-IEM-Strecke erkannt und zusammengefasst
7 · Outputs & Monitor-Sends
| Spalte | Beschreibung |
|---|---|
| CH | Output-Kanalnummer |
| Output | Signal-Name (z.B. „Drums Wedge", „IEM Lead") |
| Kategorie | Monitor Wedge, IEM, PA Main, Sub, Sidefill, Drumfill, etc. |
| Loom | Multicore-Zuweisung für den Rückweg |
| Info | Freitext |
Ein roter Badge (z.B. 12/8) zeigt an, dass mehr Outputs zugewiesen sind als die Stagebox physisch hat. Konfiguration prüfen!
8 · Local I/O & AES
Jede Konsole hat lokale Anschlüsse am Surface/Rack, separat verwaltet:
- Local Analog In — Physische Eingänge an der Konsole (z.B. FOH-Stage-Mic, Talkback)
- Local Analog Out — Physische Ausgänge (z.B. Shoutbox, DiOut TC, Matrix)
- Local AES I/O — AES/EBU-Verbindungen mit Richtung (In/Out), Signal und Loom
Tieline-Patching
Tielines sind physische Kabelverbindungen zwischen Racks (z.B. FOH ↔ MON). In den Local I/O Tabellen können Kanäle auf Tieline-Looms gepatcht werden:
| Funktion | Beschreibung |
|---|---|
| Send (Output) | Einen Output-Kanal auf einen Tieline-Loom + Kanal legen. Signalname wird automatisch übertragen. |
| Receive (Input) | Tieline-Kanal aus dem Dropdown wählen → Signalname wird automatisch vom Sender synchronisiert (live) |
| AES Auto-Pair | Patch auf ungerade CH → Partner (gerade CH) wird automatisch auf gleichen Loom:Kanal gesetzt |
| Ripple-Fill | Loom-Kaskade füllt folgende Kanäle fortlaufend. AES-Paare werden automatisch vervollständigt. |
| Readonly-Schutz | Input-Feld wird readonly bei gesetzter Tieline — kein versehentliches Überschreiben |
| ✕ Clear | Tieline-Patch entfernen → Gegenseite wird automatisch aufgeräumt |
Bidirektionale Kapazität: Analog-Tielines tragen 1 Signal pro XLR (maxCap=2 für Send+Return). AES-Tielines tragen 2 Signale pro XLR (maxCap=4 für 2× Send + 2× Return).
Tieline Detail-Routing (High-Density)
Tielines speichern und visualisieren die vollständige Hardware-Kette (Send + Return):
- Loom Planner & Patch Tab: Zeigen den Signalnamen + „Position · Gerätename IN/OUT Kanal" statt nur roher Port-Nummern.
- PDF- & Excel-Export: Tieline-Karten und Routing-Tabellen enthalten die exakte Hardware-Verbindung beider Seiten (z.B. „FOH · Avid Stage 64 OUT 1 → MON · Avid Stage 32 IN 5").
9 · Loom-System
Loom-Typen
| Typ | Beispiele | Zweck |
|---|---|---|
| Stage Looms | A, B, C, D, E, F... | Bühne → Split / Stagebox |
| Multicore | MC, MC2, MC3... | Haupt-Multicore Stage → FOH |
| Tielines | T.A, T.B, T.C... | Verbindungen zwischen Racks |
Farben (Widerstandsfarbcode)
| Loom | Farbe | Code |
|---|---|---|
| A | Schwarz | 1 |
| B | Braun | 2 |
| C | Rot | 3 |
| D | Orange | 4 |
| E | Gelb | 5 |
| F | Grün | 6 |
| G | Blau | 7 |
| H | Violett | 8 |
Auto Loom Patch
„ Auto Loom Patch" verteilt Kanäle automatisch nach konfigurierbaren Regeln:
- Nach Stage-Position gruppieren — Drums in einen Loom, Keys in einen anderen
- Stereo-Paare zusammenhalten — L/R landen im gleichen Loom
- Bestehende Zuweisungen behalten — Nur leere Kanäle werden gefüllt
- Von oben füllen — Füllt Looms von CH 1 aufwärts
Regeln konfigurierbar unter Setup → Equipment Setup → Auto-Loom Regeln.
Inputs und Outputs getrennt: Auto Loom Patch wird für Inputs und Outputs separat ausgeführt. Beide nutzen aber denselben Loom-Pool (A, B, C...) — die Zuweisung erfolgt über die Stage-Position. So landen z.B. Drums-Inputs und Drums-Outputs (Wedge, IEM) im gleichen Loom.
Loom Fill-Down
Klick auf den farbigen Punkt rechts unten in der Loom-Zelle, dann nach unten ziehen → füllt folgende Kanäle mit aufsteigenden Loom-Kanälen. AES-Kanäle werden übersprungen.
10 · Split-Konfiguration
Der Split definiert, wie Stage-Signale an mehrere Positionen verteilt werden.
Split-Typen
| Typ | Beschreibung | Latenz |
|---|---|---|
| Trafo Split | Passiver Analog-Split (Transformer-isoliert) | 0 |
| Aktiv Split | Aktiver Analog-Split mit Verstärkung | 0 |
| gigaACE | A&H proprietär, automatisches Routing | 52μs |
| Optocore | DiGiCo proprietär, Fiber | <1ms |
| TWINLANe | Yamaha RIVAGE proprietär | <1ms |
| dSnake/DX | A&H SQ/Qu-Serie | <1ms |
| AES50 | Midas/Behringer Digital Snake | <1ms |
| MADI 64 | Custom Digital, BNC/EtherCon | <1ms |
| MADI 128 | Custom Digital, Fiber | <1ms |
| Dante/AES67 | IP-basiert, Custom Routing | ~1ms |
Gainsharing
Bei digitalen Splits wird im Hardware Setup pro Verbindung ein Gainsharing-Modus festgelegt:
- Off — Jede Position hat unabhängige Preamps (Standard bei Trafo/Aktiv)
- Gain Tracking — Der Gain Master kontrolliert die Preamps, Slave-Positionen kompensieren automatisch per Trim
Der Gain Master wird pro Verbindung separat eingestellt. Bei typischen Touring-Setups ist MON der Gain Master, damit konsistente IEM-Pegel gewährleistet sind.
Auto Split on Setup
Beim Einrichten oder Ändern einer Verbindung im Hardware Setup wird automatisch ein 1:1-Split angelegt — kein manuelles Klicken auf „↻ Auto Split" mehr nötig. Manuelle Änderungen werden nicht überschrieben.
Slave-Position (v1)
Auf Slave-Positionen gelten besondere Regeln:
- Read-Only Stage-Inputs — Name, Mic, Position und Info-Felder sind nicht editierbar. Die Daten kommen automatisch vom Split Master.
- Split-Channel Dropdown — Zeigt die verfügbaren Master-Kanäle mit Signalnamen (z.B. „Split 01 — Kick In" statt nur „1"). Erleichtert die Zuordnung erheblich.
- AES-Einschränkung — AES/EBU-Inputs auf Stageboxen können nicht an einen analogen Split zugewiesen werden, da dies physisch nicht möglich ist.
Daten-Isolation: Wird ein Split entfernt, werden die Kanaldaten auf Master und Slave sauber getrennt. Keine Daten-Kontamination zwischen den Positionen.
11 · Patch-Übersicht
Der Tab Patch zeigt alle Positionen nebeneinander: Split-Matrix, Loom-Zuordnung, Kanal-Status und Konflikte auf einen Blick.
Avantis CSV Export
Bei Allen & Heath Avantis: Direkter CSV-Export im Avantis Director Format. Import über File → Import CSV in der Director Software.
12 · Digital Patch & Verbindungen
Digitale Verbindungen zwischen Positionen (MADI, Dante, gigaACE, Optocore, AES50 etc.) werden über Digital Patch Tabs konfiguriert. Jede Verbindung hat einen eigenen Sub-Tab mit Protokoll und Kanalzahl.
Aufbau
Jeder Digital-Patch-Tab zeigt zwei Spalten:
| Spalte | Beschreibung |
|---|---|
| TX QUELLE | Sende-Seite: TX-Label (Signalname), TX-Source (Quell-Dropdown) |
| → SEND → [Position] | Übertragung zum Partner (Kanal-Zuordnung) |
| ← RECEIVE ← [Position] | Empfangs-Seite: Eingehende Signale der Gegenseite (automatisch synchronisiert) |
TX Auto-Patch
Der Button ↑ TX Auto-Patch befüllt die TX-Labels automatisch aus der Stage-Input-Liste:
- Stage-Inputs werden nach Loom-Buchstabe und Loom-Kanal sortiert
- TX-Kanäle 1–N werden der Reihe nach mit Signalnamen befüllt
- TX-Source wird automatisch auf den entsprechenden Stage-Input gesetzt
Undo: TX Auto-Patch ist vollständig rückgängig machbar über Cmd/Ctrl + Z.
TX Source Dropdown
Jeder TX-Kanal hat ein Dropdown-Menü zur Verknüpfung mit einem Stage-Input. Das Dropdown zeigt:
- Leerer Eintrag — Kein Source zugewiesen
- Stage-Inputs — z.B. „SI 01: Kick In" — setzt automatisch das TX-Label
RX Receive
Die rechte Spalte zeigt die eingehenden Signale der Gegenposition. Diese Daten werden automatisch synchronisiert — wenn z.B. MON TX-Labels definiert, erscheinen sie auf FOH als RX Receive.
Clear All
Löscht beide Richtungen (TX und RX) der digitalen Verbindung. Abgesichert durch Bestätigungsdialog. Ebenfalls undo-fähig.
Kontextmenü & Mehrfachauswahl
Rechtsklick auf eine TX-Zeile öffnet ein Kontextmenü mit:
- ⌫ Clear TX — Label + Source der ausgewählten Zeile(n) löschen
- Duplicate TX down — TX-Inhalt in die nächste Zeile kopieren
- ↕ Swap TX — mit der nächsten Zeile tauschen
- ✕ Clear All — komplette Verbindung löschen (TX + RX)
Mehrfachauswahl: Klick = einzeln, Shift+Klick = Bereich, Cmd/Ctrl+Klick = Toggle. Selektierte Zeilen werden farblich hervorgehoben. Alle Clear-Aktionen wirken auf die gesamte Selektion.
Tab-Navigation: Tab springt zur nächsten Zeile in der gleichen Spalte (TX Source bzw. TX Label). Shift+Tab springt zurück.
RGB / RX Buttons
| Button | Farbe | Funktion |
|---|---|---|
| + R0/128 TX | Grün | TX-Kanäle anzeigen/reduzieren |
| + R0/128 RX | Orange | RX-Kanäle anzeigen/reduzieren |
| ↑ TX Auto-Patch | Position-Farbe | Stage-Inputs → TX-Kanäle befüllen |
13 · Recording / Interface-Positionen
Interface-Positionen (z.B. REC, Broadcast) sind Positionen ohne physische Stageboxen. Sie empfangen ihre Signale ausschließlich über digitale Verbindungen (MADI, Dante).
Besonderheiten
- Keine Stagebox-Tabs — Stattdessen zeigt die Tab-Leiste die Slot-Verbindungen (z.B. „MADI 128ch ↔ MON", „Dante/AES67 64ch")
- Default-Tab — Der erste Slot-Tab wird standardmäßig geöffnet (statt „Alle")
- „Alle" Tab — Zeigt alle Digital-Patch-Verbindungen untereinander gestapelt, mit eigenem Header, TX Auto-Patch und Clear All pro Verbindung
- Scrollbar bei mehreren Verbindungen — Max. 500px Höhe pro Tabelle, scrollbar bei Überlauf
Typischer Aufbau
| Position | Konsole | Stagebox | Verbindung |
|---|---|---|---|
| REC | RME MADI | — (keine) | MADI 128ch ↔ MON |
| Broadcast | Dante-Interface | — (keine) | Dante 64ch ↔ FOH |
Interface-Positionen eignen sich ideal für Multitrack-Recording: Die Konsole am REC-Platz empfängt einen Mirror aller Stage-Inputs über die digitale Verbindung.
14 · Loom-Planer
Der Tab Loom zeigt alle Multicore-Belegungen sortiert nach Loom-Buchstabe:
- Jeder Loom als eigene Tabelle mit Kanalzuordnung
- Inputs UND Outputs in einer Übersicht
- Basis für den physischen Belegungsplan (Sub-D/EtherCon-Stecker)
- Automatisch aus den Loom-Zuweisungen generiert
15 · IEM / RF Planer
IEM-Strecken
Pro IEM-Strecke werden konfiguriert:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Name | z.B. „Lead Vox", „Drums" |
| Modus | Stereo oder Mono |
| Sender | Rack-Transmitter (PSM 1000, SR 2050 IEM, MTK952...) |
| Bodypack | Empfänger (P10R+, EK IEM G4, MPR52...) |
UHF-Mikrofone
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Name | z.B. „Lead Vox HH" |
| Kapsel | Kapsel-Typ (KSM9, MMD 935, KK 204...) |
| Empfänger | Rack-Receiver (AD4Q, EM 6000, DSQD...) |
Auto-Generierung
„Auto-Generieren" erstellt IEM-Strecken automatisch aus den Monitor-Outputs. Stereo-Output-Paare werden als Stereo-IEM erkannt und zusammengefasst.
16 · Packliste
Der Tab Packliste generiert automatisch eine Equipment-Liste:
- Konsolen und Stageboxen pro Position
- Kabelmengen (Multicore, Sub-D, EtherCon)
- Mikrofone und DI-Boxen aus den Stage Inputs
- IEM-Sender und -Empfänger
- UHF-Empfänger
17 · System Designer
Der System Designer ist eine frei zoombare Canvas-Oberfläche zur Visualisierung des gesamten Netzwerk- und Signalfluss-Layouts. Er generiert sich automatisch aus dem Hardware-Setup und kann flexibel angepasst werden.
Navigation & Canvas (Figma-Style)
Die Bedienung des Canvas ist stark an moderne Design-Tools angelehnt:
- Pan (Verschieben): Trackpad Two-Finger-Swipe, normales Scrollrad oder Drag auf leerer Fläche.
- Zoom: Trackpad Pinch-to-Zoom oder Cmd / Ctrl + Scrollrad.
- Lasso-Auswahl: Shift + Drag auf leerem Canvas (oder das Lasso-Tool in der Toolbar) öffnet einen Auswahlrahmen für Multi-Select.
- Pan Lock: Verhindert versehentliches Verschieben des Canvas.
- Snap to Grid: Raster-Einrasten für sauberes Layout (Button "SNAP").
Geräte, Zonen & Notizen
Beim ersten Öffnen oder per Klick auf Sync (oder Reset → Auf Stand aus HW-Setup zurückstellen) werden alle Konsolen und Stageboxen aus dem Hardware Setup auf dem Canvas platziert und in passende Zonen gruppiert.
- Add Device: Füge manuell weitere Geräte (z.B. Switches, Router, Outboard) hinzu.
- Add Zone: Gruppiere Geräte optisch in neuen Bereichen.
- Add Note: Freitext-Notizen für IP-Adressen oder Anweisungen.
Farbcodierung: Rollen sind farbcodiert: FOH (Blau), MON (Orange), Interface (Grün), Stage (Grau) und Custom (Lila).
Verbindungen ziehen (Connect Mode)
- Klick auf den Button CONNECT (oder Mobile-Mode "CONNECT" aktivieren).
- Klick auf das Start-Gerät.
- Klick auf das Ziel-Gerät.
- Die Linienführung lässt sich oben in der Toolbar umschalten (Manhattan, Manhattan-fanned, direkte Kurve).
X-Ray Filter & Farben
Unten links auf dem Canvas befindet sich das X-Ray Filter Panel. Dies hilft dabei, in komplexen Setups den Überblick über verschiedene Audio-Netzwerke zu behalten:
- Sichtbarkeit: Ein Klick auf ein Protokoll (z.B. Dante) blendet alle anderen Kabelwege aus.
- Farben anpassen: Ein Klick auf den runden Farbkreis links neben dem Namen öffnet den Farbwähler. Die gewählte Linienfarbe wird für das gesamte Projekt gespeichert.
Inspector & Multi-Select
Ein Klick auf ein Gerät (oder eine Lasso-Auswahl mehrerer Geräte) öffnet den Inspector auf der rechten Seite.
- Geräte-Eigenschaften: IP-Adresse, VLAN, Subnet Mask und Firmware eintragen.
- Multi-Select: Mehrere Geräte können zeitgleich dupliziert oder gelöscht werden.
- Network Pairing: Wählst du genau zwei Geräte aus, erscheint das "Netzwerk Pairing" (Primary/Secondary) – perfekt für redundante Netzwerke (z.B. Dante Primary/Secondary Switches).
Listen (Cable & IP Schedule)
Unten rechts in der Toolbar findest du den Button LISTS. Dieser öffnet ein Bottom-Panel mit zwei Tabellen, die sich automatisch aus deinem Design generieren:
- CABLE LIST: Alle manuell gezogenen Verbindungen inklusive Port, Medium und Länge.
- IP LIST: Alle Geräte mit hinterlegter IP-Adresse, VLAN und Firmware-Version.
Mobile Touch-Modus
Auf Smartphones/Tablets erscheint am unteren Rand eine spezielle Action Bar. Da Finger-Wischen standardmäßig zum Zoomen/Pannen genutzt wird, müssen die Interaktions-Modi explizit umgeschaltet werden:
- PAN: Navigieren auf dem Canvas (Geräte sind in diesem Modus nicht klickbar).
- SELECT: Geräte antippen, um den Inspector zu öffnen.
- CONNECT: Verbindungen ziehen.
- ADD: Neues Gerät hinzufügen.
Export
Oben links in der Toolbar lässt sich das gesamte System-Design exportieren:
- PDF / IMAGE: Exportiert den Canvas hochauflösend als PDF oder PNG.
- EXCEL: Exportiert die Cable List und IP List als Tabellendokument für die Produktion.
18 · AudioPatch Collab (Beta)
Mit AudioPatch Collab kannst du in Echtzeit mit anderen Teammitgliedern am selben Projekt arbeiten. Das System synchronisiert Stage Inputs, Outputs, Local I/O und den System Designer automatisch zwischen allen verbundenen Nutzern.
0. Beta Freischaltung
Da sich Collab noch in einer Beta-Phase befindet, ist es standardmäßig versteckt. So aktivierst du es:
- Öffne AudioPatch über den speziellen Link: https://audiopatch.net/app?collab=1
- Du erhältst eine kurze Bestätigung. Das Feature ist nun dauerhaft für deinen Browser freigeschaltet.
1. Eine Session starten (Host)
- Klicke in der oberen Menüleiste auf den Button Collab.
- Wähle "Neue Session starten".
- Optional: Gib ein Admin-Passwort ein, um deine Owner-Rechte jederzeit wiederherstellen zu können.
- Teile den 6-stelligen Room-Code oder den Einladungs-Link mit deinem Team.
- Nur der Host darf: PDF/Excel exportieren, Projekt-Details, Hardware & Equipment Setup ändern.
2. Einer Session beitreten (Gast)
- Klicke auf den Einladungs-Link oder öffne ein leeres Projekt und wähle Collab -> "Session beitreten".
- Gib den 6-stelligen Room-Code ein.
Export Block: Für Gäste sind die PDF- und Excel-Export-Buttons gesperrt. Nur der Host kann den offiziellen Datenexport durchführen.
3. Live-Zusammenarbeit
Sobald das Collab-Icon grün leuchtet ("Live"), bist du verbunden.
- Positionen aufteilen: Jeder wählt seinen eigenen Tab (z.B. FOH oder MON) und arbeitet dort. Grüne Badges in den Tabs zeigen, wer wo arbeitet.
- Tab-Lock: Tabs und Modale (z.B. Hardware Setup), die von anderen bearbeitet werden, sind automatisch schreibgeschützt, um Konflikte zu vermeiden.
- Auto-Sync: Deine Änderungen werden alle ~5 Sek. mit allen synchronisiert.
4. Crew Link (Read-Only)
Der Host kann über das Collab-Menü einen Crew Link erstellen. Dieser Link bietet eine rein lesende, mobile-optimierte Ansicht des Projekts für Techniker (inkl. Stage Inputs, Outputs, dediziertem Hardware Setup Tab, System Designer als interaktives Blockschaltbild und Cable Schedule).
- Der Crew Link QR-Code wird bei Aktivierung auch automatisch auf dem PDF-Export (Deckblatt und Header) mitgedruckt.
5. Offline Badge & Rejoin
- Offline Badge: Verlierst du die Verbindung, leuchtet das Collab-Icon rot ("Offline"). Das System versucht im Hintergrund automatisch, die Verbindung wiederherzustellen.
- Backup & Rejoin: Vor jedem automatischen Wiederverbinden (z.B. nach einem Page-Reload) wird ein lokales Backup gesichert. Es erscheint ein Rejoin-Dialog, in dem du Änderungen vergleichen kannst. Deine Daten bleiben dabei immer lokal auf deinem Gerät erhalten.
19 · Export & Import
PDF Export
- Export → PDF exportieren
- Sektionen auswählen (Positionen, Patch, Loom, IEM/RF, Packliste, Notizen)
- Druck-Dialog öffnet sich → Als PDF drucken oder direkt ausdrucken
PDF enthält: AUDIOPATCH-Logo, Projektname, Artist, Datum + alle gewählten Sektionen.
Excel Export
Export → Excel exportieren — erzeugt eine professionelle .xlsx-Datei mit mehreren Sheets:
| Sheet | Inhalt |
|---|---|
| Hardware Setup | Positionen, Konsolen, Stageboxen, Verbindungen (erster Tab). Saubere Zeilenumbrüche auch bei extrem großen Setups. |
| Positionen | Pro Position: Inputs mit Loom-Farbzellen + Outputs + dedizierte Local I/O Spalten |
| Loom Plan | Alle Loom-Belegungen als Karten-Sektionen (Kanal, Signal, Position, Typ) |
| Digital Patch | TX/RX Kanäle pro Verbindung (nur bei digitalen Splits) |
| IEM & RF | IEM-Strecken + UHF-Mikrofone als Pack-List-Summary |
| Festival Bands | Pro Band ein Sheet — Master-Werte grau, Overrides farbig, Loom-Änderungen orange hervorgehoben |
Vor dem Export erscheint ein Sektionsdialog — du wählst, welche Sheets in die Datei aufgenommen werden.
Backup JSON
Exportiert das komplette Projekt als .json-Datei. Dateiname enthält Projektname, Artist und Datum. Importieren über „Backup laden".
Backup-Verbesserungen (v1)
- Dateigröße im Toast — Die Bestätigung zeigt die exportierte Dateigröße an (z.B. „Backup gespeichert (156 KB)")
- Fehler-Toast — Bei Problemen mit dem File System Access API erscheint eine klare Fehlermeldung
- Zuverlässiger Fallback — Wenn der direkte Speicher-Dialog fehlschlägt, greift ein Blob-basierter Download als Absicherung
Safari (macOS): Safari unterstützt keinen „Speichern unter"-Dialog für Downloads. Die Datei wird direkt in den Downloads-Ordner gespeichert. Um den Speicherort und Dateinamen vor dem Download zu ändern, aktiviere in Safari: Einstellungen → Allgemein → Speicherort für Dateien → „Für jeden Download nachfragen".
Regelmäßig Backup exportieren! Die App speichert im Browser-localStorage — bei Cache-Bereinigung oder Browser-Wechsel gehen Daten verloren.
20 · Pro Shortcuts
Weniger Klicks, mehr Output — die wichtigsten versteckten Funktionen auf einen Blick.
Rechtsklick-Kontextmenü
Rechtsklick auf jede Zeile in Stage Inputs, Outputs, Local I/O und Digital Patch öffnet ein Kontextmenü:
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| ⎘ Duplizieren | Zeile komplett duplizieren (alle Felder) |
| ↕ Tauschen | Zwei Zeilen vertauschen (Shift+Click für Auswahl) |
| ⌫ Leeren | Zeile leeren (Zeile bleibt, Inhalt wird gelöscht) |
| Inhalt nach unten | Zeileninhalt in die nächste Zeile duplizieren |
| Stereo-Paar | Zwei Zeilen als Stereo-Paar deklarieren / aufheben (Badge) |
| Zeilen einfügen | Leere Zeilen an dieser Position einfügen (verschiebt nachfolgende Kanäle) |
Digital Patch Kontextmenü
Rechtsklick auf eine TX-Zeile im Digital Patch Tab — mit Mehrfachauswahl:
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| ⌫ Clear TX | TX-Label und TX-Source der ausgewählten Zeile(n) löschen (einzeln oder Mehrfachauswahl) |
| Duplicate TX down | TX-Inhalt in die nächste Zeile kopieren |
| ↕ Swap TX | TX-Inhalt mit der nächsten Zeile tauschen |
| ✕ Clear All | Beide Richtungen (TX + RX) der gesamten Verbindung löschen (mit Bestätigungsdialog) |
Mehrfachauswahl: Klick = einzelne Zeile, Shift+Klick = Bereich, Cmd/Ctrl+Klick = Toggle. Alle Clear TX wirken auf die gesamte Selektion.
Speed-Features
| Feature | Wo | Was es tut |
|---|---|---|
| Fill-Dot | Farbiger Punkt unten-rechts in der Loom-Zelle | Click = füllt folgende Kanäle fortlaufend mit dem nächsten freien Loom-Kanal (Ripple-Fill) |
| Live-Suche | Suchfeld oben rechts in jeder Tabelle | Filtert Zeilen in Echtzeit nach Name, Mic, Position |
| Excel-Import | Import-Buttons in jeder Tabelle | Tab-separierte Daten aus Excel/Google Sheets einfügen — Spalten werden automatisch erkannt |
| Auto Split | Beim Erstellen einer Connection | 1:1-Split wird automatisch angewendet — kein manuelles Klicken nötig |
| Loom-Planer live | Loom-Tab | Aktualisiert sich sofort beim Patchen — kein Tab-Wechsel nötig |
| Light / Dark Mode | Toggle in der Sidebar | Theme-aware Farben in der gesamten App |
Experten-Wissen (Pro-Tipps)
- Crew Link Hardware-Ansicht: Wenn extrem viele Stagebox-Karten oder Engine-Slots gesteckt sind, bricht der Crew Link diese nun auf mobilen Geräten sauber (als Pillen) um, anstatt horizontales Scrollen zu erzwingen.
- Local I/O Export: Im PDF- und Excel-Export werden die lokalen Konsolen-Anschlüsse explizit als „Local I/O“ gelistet, damit sie sich visuell von den Stage-Racks abheben.
Connection-System
Connections im Hardware Setup bieten mehr als nur Protokoll-Auswahl:
| Feature | Beschreibung |
|---|---|
| 3 Modi | Analog / Digital / Gainsharing — jeder Modus zeigt nur kompatible Protokolle für die gewählte Hardware |
| Channel-Master | Pro Connection: welche Position die Input-Liste (Namen, Mic/DI, Spalten) vorgibt — Slaves erhalten davon eine synchronisierte Kopie |
| Kanalzahl | Frei einstellbar pro Connection (8–512 Kanäle) |
| Mehrfach-Connections | Mehr als 1 Connection zwischen dem gleichen Paar möglich (z.B. MADI + Dante) |
| Detail-Panel | Click auf Connection-Card → Channels, Master, Protokoll-Optionen, Löschen |
| Connection-Name | Optionaler Name (z.B. "Main Snake") — erscheint im Position-Header, Wire, PDF und Excel |
Loom-Profi-Features
| Feature | Beschreibung |
|---|---|
| S/R Loom | Outputs können auf "S/R" (Send/Return) gesetzt werden — Send und Return auf verschiedene Looms |
| Tieline Name-Sync | Signalname wird automatisch von Sender → Empfänger übertragen (live, bidirektional) |
| AES Auto-Pair | Patch auf ungerade CH → Partner (gerade CH) wird automatisch auf gleichen Loom:Kanal gesetzt |
21 · Workflow
Phase 1 — Advance (Büro)
| # | Aktion | Wo |
|---|---|---|
| 1 | Neues Projekt anlegen, Artist + Venue eintragen | Logo → Neues Projekt |
| 2 | FOH- und MON-Konsole + Stageboxen konfigurieren | Setup |
| 3 | Split-Typ festlegen + Split Master | Setup |
| 4 | Input-Liste aus Rider importieren (Copy & Paste) | Import List |
| 5 | Mic/DI pro Kanal zuweisen | Mic/DI-Spalte |
| 6 | Auto Loom Patch ausführen | Auto Loom Patch |
| 7 | Outputs anlegen (Wedges, IEM, PA, Sidefill) | Outputs-Sektion |
| 8 | Digital Patch konfigurieren (TX Auto-Patch) | Digital Patch Tab |
| 9 | IEM/RF Strecken konfigurieren | IEM/RF Tab |
| 10 | PDF exportieren und an Crew verteilen | Export → PDF |
22 · Tastaturkürzel & Tipps
| Kürzel | Aktion |
|---|---|
| Cmd/Ctrl + S | Speichern |
| Cmd/Ctrl + Z | Undo (inkl. TX Auto-Patch, Clear All, Split-Änderungen) |
| Cmd/Ctrl + Shift + Z | Redo |
| ? | Help-Modus ein/aus |
| Shift + Klick | Mehrfachauswahl (Stereo, Tauschen) |
| Enter | Eingabefeld bestätigen |
| Tab | Nächste Zeile, gleiche Spalte (vertikale Navigation in allen Tabellen) |
| Shift + Tab | Vorherige Zeile, gleiche Spalte |
Spaltenbreiten anpassen: Im Digital Patch kannst du die Spaltentrennlinien im Tabellenkopf ziehen — die Breiten werden gespeichert.
Schnelle Mic-Eingabe: Das Mic/DI-Feld hat Autocomplete. Tippe „SM" und wähle aus 300 vordefinierten Mikrofonen und DI-Boxen.
Drag & Drop: Kanäle per ⠇ Handle umsortieren. Reihenfolge wird sofort gespeichert.
23 · Equipment Setup (Detail)
Öffne Setup → Equipment Setup. Alle Einstellungen sind pro Projekt gespeichert.
Stage-Positionen
Dropdown-Werte der Spalte Position in der Input-Tabelle. Standard: Drums, Percussion, Bass, Keys, Guitar, Brass, Strings, Vocals, Choir, DJ, Playback, FOH.
- Neue Position: Textfeld + „+ Hinzufügen"
- Umbenennen: direkt im Textfeld
- Löschen: ✕ (bestehende Zuweisungen bleiben als Text erhalten)
Steuert auch Auto Loom Patch: Kanäle mit gleicher Position landen im selben Loom.
Output-Kategorien
Dropdown für die Spalte Kategorie in der Output-Tabelle. Standard: Monitor Wedge, IEM, Sidefill, Drumfill, PA Main, PA Sub, PA Front Fill, PA Delay, Broadcast, Recording, Intercom.
Wird für Auto Loom Patch als Gruppierungsmerkmal für Outputs verwendet.
Stand-Typen
Dropdown für die Spalte Stand. Standard: Großes Stativ, Galgen, Tischstativ, Clip, Overhead, DI Floor, DI Rack.
Mikrofon-Liste (Mic List)
Dropdown-Werte für die Spalte Mic / DI in der Input-Tabelle. Du kannst eigene Mikrofone und DI-Boxen in diese globale Liste eintragen, um sie für das Projekt und beim Speichern deines Profils permanent verfügbar zu machen.
Tabellen-Spalten
Standard-Spalten einzeln ein-/ausblenden:
| Input-Tabelle | Output-Tabelle |
|---|---|
| Mikrofon | Typ |
| Position | Kategorie |
| Stativ | Position |
| Info | Info |
| 48V Phantom | — |
Eigene Spalten
Für Inputs und Outputs getrennt eigene Spalten hinzufügen. Beispiele:
- Phase — Phasenumkehr ja/nein
- Pad — -10/-20 dB
- Phantom — 48V an/aus
- Insert — externes Insert-Gerät
- Amp CH — Verstärker-Kanal
Auto-Loom Regeln
| Checkbox | Wirkung |
|---|---|
| Nach Stage-Position gruppieren | Kanäle mit gleicher Position landen im selben Loom |
| Stereo-Paare zusammenhalten | Stereo-Paare werden nie auf verschiedene Looms aufgeteilt |
| Bestehende behalten | Nur Kanäle ohne Loom-Zuweisung werden befüllt |
| ↑ Von oben füllen | Looms ab CH 1 aufwärts füllen |
| Outputs nach Kategorie | Outputs nach Kategorie gruppieren (IEM zusammen, Wedge zusammen) |
Loom Einstellungen
Stage Looms (A, B, C...)
- Standard: A–F (6 Looms à 8 Kanäle)
- Farbe per Klick auf den Farb-Chip ändern
- Kanalzahl pro Loom individuell einstellbar
- Neue Looms über „+ Loom hinzufügen"
- Standard CH/Loom (oben rechts): Globale Default-Kanalzahl für alle Stage-Looms
Multicore (MC, MC2...)
- MC = Haupt-Multicore (nicht löschbar)
- Zusätzliche über „+ Multicore"
- Eigene Kanalzahl und Farbe, unabhängig von Stage Looms
- Typisch: MC = 24ch Stage→FOH, MC2 = 12ch Returns
Tieline / Verbindungslooms (T.A, T.B...)
- Rack-zu-Rack-Verbindungen (z.B. FOH-Rack → MON-Rack)
- Jede Tieline: Name, Farbe, Kanalzahl
- Im Loom-Plan als eigene Sektion ausgewiesen
Standard CH/Loom Anwenden setzt ALLE Stage-Looms auf die neue Kanalzahl und löscht Auto-Loom-Zuweisungen. Multicore und Tielines bleiben unberührt.
24 · Hardware-Szenarien
A&H dLive (gigaACE Split)
| Position | Konsole | Stagebox | Split |
|---|---|---|---|
| FOH | dLive S5000 | DM64 (gigaACE → Stage DM48) | gigaACE |
| MON 👑 | dLive S7000 | DM48 (Stage) | gigaACE |
Split Master = MON (physisches Stage-MixRack). FOH bekommt Spiegel via gigaACE. MON = Channel Master.
DiGiCo SD-Serie (Optocore Split)
| Position | Konsole | Stagebox | Split |
|---|---|---|---|
| FOH 👑 | SD12 | SD-Rack (56in/56out) | Optocore |
| MON | SD12 | — | Optocore |
Beide Pulte im gleichen Optocore-Ring. SD-Rack Slots: Input Cards (8×Mic/Line), Output Cards (8×Line).
Yamaha RIVAGE (TWINLANe Split)
| Position | Konsole | Stagebox | Split |
|---|---|---|---|
| FOH 👑 | RIVAGE PM5 | RPio622 (+ HY144-D) | TWINLANe |
| MON | RIVAGE PM3 | — | TWINLANe |
MY-Erweiterungskarten im Setup unter Slot-Konfiguration zuweisen.
Midas M32 + Trafo-Split
| Position | Konsole | Stagebox | Split |
|---|---|---|---|
| FOH 👑 | M32 | DL32 (AES50) | Trafo Split |
| MON | M32R | DL16 (AES50) | Trafo Split |
Externer Trafo-Splitter. Keine Gainsharing-Funktion bei Analog-Split.
Festival Patch Modus (3+ Positionen)
Der Festival Patch Modus ist ein spezieller Betriebsmodus für Festivals mit mehreren Bands. Er wird über Hardware Setup → „Festival Modus aktivieren" eingeschaltet.
Konzept: Es gibt einen zentralen Stage Splitter (Bühnensplit-Box) mit einem festen Master Patch. Jede Band bekommt einen eigenen Band-Tab mit der Möglichkeit, einzelne Kanäle zu überschreiben — alle anderen Kanäle folgen automatisch dem Master Patch.
Architektur
| Element | Funktion |
|---|---|
| Stage Master (Splitter) | Physischer Bühnensplit. Definiert Kanal-Anzahl (8–64 CH) und Loom-Zuweisungen. Nicht veränderbar pro Band. |
| FOH / MON | Empfangen den Split. Haben eigene unabhängige Outputs (Stagebox-Konfiguration). |
| Band-Tabs | Pro Band ein Tab. Zeigt Master Patch + Overrides. Kanäle ohne Override folgen dem Master. |
| Output Master | Welche Position (FOH oder MON) die Outputs an die Stage-Split-Box weitergibt. Kann auf „Keiner" gesetzt werden. |
Setup-Schritte (Festival)
- Setup öffnen → „Festival Modus aktivieren"
- Im Stage Master: Splitter-Größe wählen (8, 16, 24, 32, 48, 56 oder 64 Kanäle)
- Fanouts konfigurieren: Welche Positionen (FOH, MON, …) einen Split erhalten
- Output Master auswählen (z.B. MON) — oder „Keiner" wenn keine Outputs zur Bühne gehen
- Im Master Patch Tab: Inputs und Loom-Zuweisungen für die komplette Stage eingeben
- Bands hinzufügen über „+ Band" in der Tab-Leiste
- Pro Band: abweichende Kanäle per Override eintragen — alle anderen folgen dem Master
Band-Tab Steuerung
| Element | Funktion |
|---|---|
| Checkbox (✓) in der SPL-Spalte | Aktiviert: Kanal folgt dem Master Patch (Read-Only, blau markiert). Deaktiviert: Band kann eigene Daten eingeben. |
Loom-Badge (z.B. B:3) | Zeigt abweichende Loom-Zuweisung dieser Band gegenüber dem Master. |
| ⊘ (Durchgestrichen-Symbol) | Solo-Modus: Diese Band ist der einzige Act — der Stage Splitter wird überbrückt, direktes Einpatchen ohne Split. |
| Auto Split / Clear Split | Wie bei normalen Positionen — wirkt nur auf den Band-Tab. |
| Auto Loom / Reset Loom | Weist Loom-Kanäle für diese Band-spezifisch zu / setzt sie zurück. |
| Import In | Importiert Kanalnamen aus einer Liste (Copy & Paste) in den Band-Tab. |
Solo-Modus (⊘)
Wenn eine Band der einzige Act ist (kein Splitting), kann der Solo-Modus aktiviert werden. Die Felder werden dann direkt editierbar — der Stage Splitter wird logisch überbrückt. Im Festival Overall und PDF wird der Solo-Modus mit einem roten Banner hervorgehoben.
Loom-Badges: Im Festival Overall Tab und im PDF Export wird für jede Band angezeigt, welche Kanäle einen anderen Loom als der Master haben. Das Badge zeigt Loom-Buchstabe und Kanal (z.B. B:3) in der Loom-Farbe.
Festival Overall Tab
Der Tab Festival Overall (neben „Patch") zeigt eine Gesamtübersicht: Links der Master Patch, rechts eine Spalte pro Band. Abweichende Kanäle, Loom-Unterschiede und Solo-Marker sind auf einen Blick sichtbar.
Festival Scenario: Midas M32 + Analog Split
| Position | Konsole | Stagebox | Split |
|---|---|---|---|
| Stage Master | — | Passive Splitter Box (48 CH) | Trafo Split |
| FOH 👑 | M32 | DL32 (AES50) | Trafo Split |
| MON | M32R | DL16 (AES50) | Trafo Split |
Output Master = MON. Bands mit individuellen Rider-Anforderungen bekommen eigene Band-Tabs mit Loom-Overrides.
Midas M32 und Behringer X32/S-Serie sind vollständig kompatibel — beide nutzen AES50 (SuperMAC). Du kannst z.B. einen M32 mit einer Behringer S32 Stagebox kombinieren.
25 · Erweiterte Funktionen
Drag & Drop
Jede Zeile: ⠇ Handle greifen → nach oben/unten ziehen → loslassen. SB# wird automatisch neu nummeriert.
Auto Split 1:1
Toolbar-Button. Weist Split-Kanäle zu: CH1→Split1, CH2→Split2 usw. Bei Slave-Positionen zeigt das Dropdown die verfügbaren Master-Kanäle.
Notes Tab
Freies Textfeld — Crew-Briefing, Checklisten, Änderungshinweise. Wird im PDF mit exportiert.
History Tab
Automatisches Changelog aller Änderungen mit Zeitstempel.
Hersteller-Info (Drawer)
Pill-Buttons pro Hersteller. Jede Seite: Netzwerk-Protokoll, Stageboxen, Setup-Beispiel in AUDIOPATCH-Notation.
Hilfe-Suche (Hilfe)
Im Info-Drawer, Volltext-Suche über 20+ Hilfe-Artikel. Kategorien: Navigation, Setup, Patch & Loom, Inputs & Outputs, IEM/RF, Export, Shortcuts.
Datenspeicherung
- localStorage — alles bleibt lokal, keine Cloud
- Auto-Save bei jeder Änderung
- Browser-Wechsel = neue Daten → Backup exportieren!
- Incognito = Daten nach Schließen weg
Vor jedem Browser-Update und nach jeder Show: Backup JSON exportieren. localStorage kann bei Cache-Bereinigung verloren gehen.
26 · Technisches Glossar
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| AES/EBU | Digitales Audio-Format (2 Kanäle pro XLR, 110Ω symmetrisch) |
| AES50 | Digitales Audio-Netzwerk (Midas/Behringer). 48ch bidirektional pro CAT5e |
| Bodypack | Taschenempfänger für IEM, am Gürtel des Musikers getragen |
| Dante | IP-basiertes Audio-Netzwerk (Audinate). Bis 512ch über Gigabit Ethernet |
| DI-Box | Direct Injection — wandelt unsymmetrische Line- in symmetrische Mic-Signale |
| Drumfill | Monitor-Lautsprecher hinter dem Schlagzeug |
| FOH | Front of House — Mischpult-Position im Publikumsbereich |
| Gainsharing | Digitaler Split mit gemeinsamer Preamp-Stufe und individueller Trim-Kompensation |
| gigaACE | Allen & Heath proprietäres Audio-Netzwerk (128ch, 52μs, EtherCon) |
| IEM | In-Ear-Monitoring — kabelloses Monitoring über Ohrhörer |
| Loom | Physisches Multicore-Kabel, das mehrere Signale bündelt (z.B. 8× XLR → Sub-D) |
| MADI | Multichannel Audio Digital Interface (64/128ch über BNC oder Fiber) |
| MixRack | Externe Preamp/Converter-Einheit, über Netzwerk mit der Konsole verbunden |
| MON | Monitor — Mischpult-Position auf der Bühne (Seitenbühne) |
| Multicore | Hauptverbindung zwischen Bühne und FOH (oft >24 Kanäle) |
| MY-Slot | Yamaha Expansion Slot für optionale I/O-Karten (Dante, MADI, AES) |
| Optocore | DiGiCo proprietäres Audio-Netzwerk (Fiber, bis 128ch, <1ms) |
| Phantom | 48V Phantomspeisung für Kondensator-Mikrofone |
| Preamp | Vorverstärker — wandelt schwache Mic-Signale auf Line-Pegel |
| Rider | Technische Anforderungsliste einer Band/eines Künstlers |
| Sidefill | Bühnenlautsprecher an den Seiten für Monitoring ohne IEM |
| Split | Signal-Verteilung: Ein Eingang → mehrere Mischpulte |
| Stagebox | Remote-I/O-Einheit auf der Bühne (Multicore oder Digital-Snake) |
| Sub-D | Multipin-Steckverbinder für analoge Multicore (25-pol = 8ch) |
| Tieline | Direkte Kabelverbindung zwischen zwei Racks |
| Trim | Feinabstimmung des Signalpegels nach dem Preamp (±20dB) |
| TWINLANe | Yamaha RIVAGE proprietäres Audio-Netzwerk (Fiber, 128ch) |
| UHF | Ultra High Frequency — Frequenzbereich für Funk (470–960 MHz) |
| Wedge | Bühnenlautsprecher als Bodenmonitor (Keilform) |